Ende der Semesterferien ist eine beliebte Zeit für Block-Ferienkurse im Labor. Genau dieser Kurs, von dem ich bis letzten Donnerstag überhaupt nichts wusste, außer dass er ganztages stattfindet. Das war nach meiner heutigen Erfahrung auch nicht im geringsten übertrieben, denn nach einem vollgestopften vormittag und nicht endenwollender Arbeit, fragte einer der Teilnehmer gegen 18 Uhr vorsichtig an, wie lange es denn noch dauern werde. Daraufhin wagte es einer der anderen das Skript aufzuschlagen. Ernüchternde Antwort: ” … 1 Stunde warten, 30 min warten…..,15min. warten, 5 min. warten,…15 min. warten, noch mehr zusammenschütten,…. 30 min warten, eine Stunde warten… MOOOOOOMENT: wunderbar, wir sind heute bis um 10 nicht fertig!!!” erklang es dann entsetzt von mehreren Studenten. Tatsächlich wurde es dann 11 Uhr bis wir schließlich entlassen wurden – eine Stunde nachdem um 10 Uhr im Haus die Notbeleuchtung anging, unser gesamtes Kleingeld schon in Automatensüßigkeiten und Getränke investiert waren und wir alle mehr als genervt in unseren je nach Vorgeschichte mehr oder weniger weißen Kitteln rumhingen… hinterher fuhren die Straßenbahnen natürlich nur noch sehr sporadisch, und gegen 12 war ich dann endlich zu Hause – und da gibt es noch Leute, die behaupten studieren sei kein Vollzeitjob.
